PRESSE
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Pressespiegel 2005

 

Potse People knüpfen ein Netz

Von Stammtischen, Medienmessen und offenen Räumen

Eine Medienmesse, 33 Stammtische und einen Open-Space-Medientag haben die zwei vom Potse-People-Team schon organisiert, jetzt luden Heidrun Abraham und Viktor Grandgeorg zum 34. Stammtisch in die Räume ihres Gemeinschaftsbüros ein, um sich und ihre Firmen selbst zu präsentieren. Heidrun Abraham ist Designerin ("Hei-Design"), sie erzählte von ihren Anfängen in einer Agentur in Leverkusen, wo sie Broschüren für den Bayer-Konzern und Verpackungen für Bio-Fleisch gestaltete und von ihren ersten Schritten in die Selbständigkeit in Berlin. Wenn sie Internet-Auftritte entwirft, arbeitet sie gerne mit Viktor Grandgeorg zusammen. Der nämlich gestaltet ebenfall Websides, kann aber im Gegensatz zu ihr auch noch programmieren und alle technischen Voraussetzungen schaffen, die man braucht, um eine Seite ins Netz zu stellen.

Zwei arbeiten mit ihren teils parallelen, teils unterschiedlichen aber einander ergänzenden Fähigkeiten zusammen. Heidrun Abrahams Vision ist, "die Kompetenzen, die in der Nachbarschaft sitzen, zu vereinen. Es sind so viele Disziplinen da, jeder ist spezialisiert, daraus kann man auch schlagkräftige Sachen für andere machen."

Das war ja schon die Idee, als die Potse-People Anfang des Jahres das Mediennetzwerk gründeten und mit einer Medienmesse im "Kapital" auf den Weg brachten. Um die 400 Medienunternehmer vom großen Tagesspiegel bis zu diversen Ein-Mann-Betrieben siedeln in der Potsdamer Straße und ihrer Umgebung. Mit anderen Worten: Dies ist ein Medienstandort. Inwiefern sich die Ideen, Fähigkeiten und Kräfte bündeln lassen, wird sich nur dann weisen, wenn die Leute einander kennen lernen und miteinander ins Gespräch kommen.

Der Open-Space-Day

Immerhin rund fünfzig Medienschaffende kamen Ende Oktober zu einem Open-Space-Day in die Alte Pumpe in die Lützowstraße. In gewisser Weise lässt sich diese Veranstaltung als großer, ganztägiger Stammtisch beschreiben, als eine Tagung, auf der die Teilnehmer ohne Tagesordnung viel miteinander gesprochen haben. Das heißt, es gab schon eine Ordnung, die Ordnung des Open-Space-Verfahrens eben. Aber die zog sich, kaum dass der Moderator sie zu Beginn erläutert hatte, ins Unsichtbare zurück und überließ den Raum den Anwesenden. Es gibt keine andere Tagesordnung, sagte der Moderator, als die, die Sie jetzt durchsetzen. Man solle gewissermaßen die Kaffeepause zur Konferenztechnik machen. Und die Regeln haben keinen anderen Sinn, als den Raum zu öffnen.

"Nutze die Energien des Netzwerkes für Deine Ideen", heißt beispielsweise eine, oder "Mit Überraschungen ist zu rechnen" eine andere. "Was auch immer geschieht, es ist das Einzige, das geschehen kann" – "Die da sind, sind genau die Richtigen" – "Es fängt an, wenn die Zeit reif ist".

Diese Regeln legen im offenen Raum Kanäle so an, dass Ideen in Bewegung gesetzt und fließen können. Am Anfang war die Atmosphäre vor allem von der Frage gespannt: Was geschieht nun? Geschieht überhaupt etwas? Und was ist, wenn nichts geschieht? Und dann geschieht etwas, dann geht jemand in die Mitte des Raumes und schlägt ein Thema vor, über das er/sie gerne mit anderen sprechen möchte. Und dann noch eins und dann noch eins und so weiter, und dann redeten nicht alle über alles, sondern jeder nur zu den Themen und mit den Menschen, die sein Interesse geweckt hatten. Unabhängig davon, welche Ideen zu Projekten und also weitergeführt werden – und einige werden weiter geführt –, war das eine effektive Art und Weise, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Gesprächsrunden bildeten sich unter anderem zu folgenden Themen: Interkulturelles Fernsehen; Gründung einer neuen Zeit- und Streitschrift für Kunst und Kultur; Seminare – Fachreferate – Weitervermittlung von Wissen und Kompetenzen; die Ziele einer zweiten Medienmesse.

Die soll auf jeden Fall stattfinden, vielleicht im Frühjahr oder Frühsommer des kommenden Jahres. Die erste Medienmesse war zunächst einmal eine beeindruckende Bestandsaufnahme, die insofern stark nach innen gewirkt hat, als die am Medienstandort Potsdamer Straße arbeitenden gestaunt haben, welche kleineren oder größeren Betriebe zu ihrer Nachbarschaft gehören. Bei einer zweiten Medienmesse stellt sich nun die Frage, ob sie in der Wirkung nicht darüber hinaus gehen sollte.

Zwei Gesichtspunkte werden in diesem Zusammenhang von einigen Beteiligten zur Zeit vorrangig diskutiert: Wie schlägt man eine Brücke zu den Unternehmern des Quartiers, wie erreichen wir den kleinen Laden von nebenan und das mittlere Unternehmen von gegenüber, wie schaffen wir es, dass die zu unseren Kunden werden? Und: Wollen wir die zweite Messe nicht gleich so als Event aufziehen, dass der Medienstandort Potsdamer Straße auch überlokal und vielleicht sogar überregional wahrgenommen wird?

Auf jeden Fall darf man auf die nächsten Medientage gespannt sein. Das Projekt Netzwerk hat sich enorm entwickelt, und zu all dem sagt Heidrun Abraham: "Die meisten Aufgaben liegen ja noch vor uns."

text/foto: Burkhard Meise (QB 26)

 

Die Potse als Medienmeile

Netzwerk zog nach einem Jahr Arbeit positive Bilanz

Schöneberg. Eine positive Bilanz zog Stadträtin Elisabeth Ziemer (Bündnis 90/Die Grünen) jetzt im Rückblick auf ein Jahr Mediennetzwerk Potsdamer Straße/Bülowstraße. [...]

Berliner Woche, 14. Dezember 2005

 

,Potse People Day‘

Über 50 Medienschaffende des Medienstandortes Potsdamer- / Bülowstraße kamen zum ,Potse People Day‘ in die Pumpe in Berlin-Tiergarten. Kurz vor dem einjährigen Bestehen des Mediennetzwerkes hatten die ,Kreativen‘ Gelegenheit, die Zusammenarbeit untereinander zu intensivieren, Medienprofis aus der Nachbarschaft näher kennen zu lernen und sich selbst zu präsentieren.

In offenen Gruppen fanden sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen. Für fast alle Themen war Zeit, angefangen bei der Suche nach Kooperationspartnern oder Mitmietern für die eigenen Büroräume, bis hin zum Geldgeber für Geschäftsideen. Acht der zwölf Arbeitsgruppen wollen sich weiterhin treffen. Mitstreiterinnen sind herzlich willkommen. „Es wurde schon eifrig hin- und hergemailt“, stellte Heidrun Abraham vom Mediennetzwerk zufrieden fest. Damit ist eines der Ziele des Potse People Day erfüllt: Es sollten sich eigenständige Arbeitsgruppen und Projekte bilden. Vor knapp einem Jahr fand im Kapital die erste Medienmesse statt. Damals gab es sehr viele positive Rückmeldungen, so dass sich Cristina Suarez, Victor Grandgeorg und Heidrun Abraham vorgenommen haben, demnächst eine 2. Medienmesse zu veranstalten.

Das ,Potse People‘-Projekt wird im Rahmen des QM Schöneberger Norden gefördert und in Zusammenarbeit mit dem QM Tiergarten Süd und der Wirtschaftsförderung der Bezirksämter Mitte und Tempelhof-Schöneberg umgesetzt.

Schöneberger Morgen, Dezember 2005

 

400 Unternehmen der Medienbranche mit Erfolg vernetzt

Die jungen Kreativen der Potsdamer Straße blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Inzwischen sind 400 Unternehmen der Medienbranche am Standort vernetzt. 2004 hatten die "Potse People" mit Unterstützung eines Teams und Förderung des Quartiermanagements diesen Verbund ins Leben gerufen. Ziel: Die Medienschaffenden am Standort Potsdamer und Bülowstraße sollten zusammengeführt werden, um sich beruflich zu unterstützen. Daß dieser Plan aufgegangen ist, kann auf der für Januar geplanten Medienmesse unter Beweis gestellt werden. Ziel ist es auch, das Image der in Verruf geratenen Gegend zu verbessern.

Berliner Morgenpost, 9.12.2005
ela

 

Medienleute aus der "Potse" treffen sich

Als eine Art riesiger Stammtisch versteht sich der "Potse People Day" am 29. Oktober von 10 bis 18 Uhr. Die Veranstaltung in der Alten Pumpe, Lützowstr. 42, richtet sich an Leute aus der Medienbranche aus Tiergarten-Süd und Schöneberg-Nord. Dort gibt es etwa 400 Medienbetriebe. Anmelden kann man sich noch bis heute unter Tel. 789 51 50-0. (el.)

Berliner Zeitung, 17.10.2005, Seite 24
Autor: Birgitt Eltzel

 

Der „Potse People Day” wirkt weiter!
Acht Projektgruppen gegründet

16.11.2005 -
Hunderte von Medienschaffenden in einem Kiez, die einsam vor sich hin arbeiten – das kommt ja gar nicht in die Tüte! So oder so ähnlich muss der Grundgedanke gewesen sein, aus dem heraus das Team um Grafikerin und Webdesignerin Heidrun Abraham (Projektleitung), Cristina Suárez (Pressearbeit) und Webmaster Viktor Grandgeorg die gemeinsame Medienplattform medienportal-berlin.de vor etwa einem Jahr ins Leben gerufen hat.

Der Zuspruch der ansässigen Texter, Grafiker, Journalisten, Web-Designer, Fotografen und anderer Leute in Medienberufen war enorm: Schon bald hatten sich mehrere hundert Kreative als „Potse People“ auf dem Internetportal eingetragen, die erste Medienmesse im Januar 2005, regelmäßige Stammtische und der Online-Newsletter als Informationsquelle taten das ihrige dazu, aus Einzelnen eine Gemeinschaft zu formen.

Im Herbst 2005 riefen die Macher von medienportal-berlin.de nun zum zweiten großen Event auf: Zahlreiche Interessenten trafen sich am 29. Oktober, um sich weiter zu vernetzen, Ideen und Arbeits-Probleme miteinander zu besprechen und vielleicht die ein oder andere Idee zu entwickeln, wie man gemeinsam mehr erreichen kann als alleine.

Diese Rechnung der Veranstalter ist voll aufgegangen: Auf dem Potse People Day war durchaus nicht nur Platz für vertrauliche Planungen unter vier Augen. Jeder konnte an Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themenbereichen mitwirken, sein Wissen ebenso anbringen wie seine Fragen. Auf großen Flip-Charts wurden die jeweiligen Ergebnisse festgehalten, so dass es auch für „Externe“ nicht schwer war, sich ein Bild vom Geschehen in den jeweils anderen Gruppen zu bilden.

Die Themenbreite reichte dabei von Planungen für zukünftige Potse-People-Events oder den Austausch über rechtliche Belange bis zu Ideen für gemeinsamen Publikationen über Ereignisse im Kiez und Kreativ-Werkstätten oder zu Planungen für eine Seminarreihe.

Wer ein wenig mit der Medienszene vertraut ist weiß, wie sehr sich dort jeder - aus oft bitterer Erfahrung heraus – bemüht, seine Ideen zu schützen und den Konkurrenten nicht eigene Konzepte in die Hände zu spielen. Umso höher ist eine solche Zusammenarbeit einzuschätzen. Denn mit dem Potse People Day ist nicht Schluss in Sachen Austausch, ganz im Gegenteil: Acht Arbeitsgruppen werden sich weiterhin treffen und ihre Anliegen mit vereinten Kräften vorantreiben.

Gratulation an dieser Stelle den Projektleiter/innen, dass sie mit großem Einsatz so etwas auf die Beine gestellt haben – und Gratulation auch allen, die dieses Angebot wahrnehmen!
Genaueres zu den Projektgruppen und per Link auch Fotos vom Potse People Day findet ihr HIER - dort stehen auch die Kontaktdaten zu den Initiatoren der einzelnen Gruppen, falls beim Lesen noch jemand Lust zum Mitmachen bekommt...

text: wolk; grafik: medienportal-berlin.de; fotos: Reiner Freese

 

Der POTSE PEOPLE DAY kommt

Pressemitteilung von: Mediennetzwerk Potsdamer/Bülowstraße

(openPR) - Das Mediennetzwerk Potsdamer/ Bülowstraße veranstaltet am 29. Oktober von 10.00 bis 18.00 Uhr den POTSE PEOPLE DAY in der Alten Pumpe, Lützowstr. 42, 10785 Berlin. Damit soll den Medienschaffenden am Standort die Möglichkeit gegeben werden, sich mit eigenen Ideen, Projekten und Diskussionsstoff den anderen Mediennetzwerkern zu präsentieren, Gleichgesinnte zu finden und Projektteams zu gründen.

Die Medienmesse liegt schon einige Monate zurück und auch wenn die Medienstammti-sche mittwochs gut besucht werden, ist die Zeit reif für eine weitere Mediennetzwerk-Großveranstaltung: den POTSE PEOPLE DAY.

Der POTSE PEOPLE DAY soll, ein Jahr nach Entstehen des Mediennetzwerkes Pots-damer/ Bülowstraße, die Zusammenarbeit intensivieren. Er ist größer als ein Stammtisch, aber intensiver und persönlicher als eine Messe.
Mit Hilfe der Open-Space-Technik konzipiert das Potse-People-Team die Veranstaltung wie ein Live-Forum: jeder kann Angebote und Gesuche mitbringen, Fragen aufwerfen, Ideen diskutieren und Zukunftspläne schmieden. Jeder kann an diesem Tag mit anderen Medienschaffenden gemeinsame Perspektiven der lokalen Netzwerkkooperation entwi-ckeln zur Stärkung und Entfaltung der eigenen Unternehmensstrukturen. Das Netzwerk birgt Chancen für alle Beteiligen!
Ein Großgruppenmoderator leitet das Forum und begleitet die Medienschaffenden durch den Tag. Theatersaal, Restaurant und Biergarten der „Alten Pumpe" bieten dabei das passende Ambiente. Ein Buffet steht in der Mittagspause für die Teilnehmer bereit.

Das Projekt wird im Rahmen des Quartiersmanagements Schöneberger Norden ge-fördert und in Zusammenarbeit mit dem QM Tiergarten Süd und der Wirtschaftsförde-rung der Bezirke Tempelhof-Schöneberg und Mitte umgesetzt.

Interessierte Medienschaffende können sich noch anmelden!

 

Oktober 2005: Der POTSE PEOPLE DAY kommt!

18.10.2005 -
"Nutze die Energie des Netzwerks für deine Ideen!" - Am 29. Oktober haben Medienschaffende Gelegenheit, mit KollegInnen zu diskutieren oder gemeinsame Projekte anzuschieben.

Das Mediennetzwerk Potsdamer/ Bülowstraße ist die gemeinsame Plattform für Medienschaffende aus dem Schöneberger Norden und Tiergarten-Süd: Im Kiez vom Kleistpark bis zum Landwehrkanal arbeitet oder wohnt eine unglaubliche Ballung von einigen hundert Grafikern, Designern, Journalisten, Fotografen, Textern, Programmierern, ...

Viele von ihnen haben sich als "Potse People" unter dem gemeinsamen virtuellen Dach www.medienportal-berlin.de zusammen gefunden und kennen sich inzwischen auch persönlich von den regelmäßig stattfindenden Medienstammtischen.
Sie arbeiten im Medienbereich, wohnen im Bereich um die Potsdamer Straße oder haben hier Ihr Büro und sind noch nicht in der Potse-People-Datenbank gelistet? Dann tragen Sie sich doch auf dem Medienportal schnell und kostenfrei ein - neben erwähnten Stammtischen stehen Ihnen dann auch noch weitere Events offen:

Ende Oktober bietet sich den Medienleuten am Standort eine zusätzliche große Möglichkeit, sich mit eigenen Ideen, Projekten und Diskussionsstoff den anderen Mediennetzwerkern zu präsentieren, Gleichgesinnte zu finden und z. B. auch Projektteams zu gründen: Der POTSE PEOPLE DAY am 29. Oktober.

Der POTSE PEOPLE DAY soll, ein Jahr nach Entstehen des Mediennetzwerkes Potsdamer/Bülowstraße, die Zusammenarbeit intensivieren und viele kleine aktive Zellen entstehen lassen, in denen Menschen für gemeinsame Ideen kooperieren. Die Medienschaffenden nehmen sich einen vollen Tag die Zeit, um mit einem Kompetenzteam Konzepte und Projekte zu entwickeln, das Mediennetzwerk als Ressource zu nutzen, Angebote zu machen, Ideen zu diskutieren und Kontakte zu intensivieren. Sie ist größer als ein Stammtisch, aber intensiver und persönlicher als eine Messe.

Mit der Open-Space-Technik konzipiert das Potse-People-Team die Veranstaltung wie ein Live-Forum: jeder kann Angebote und Gesuche mitbringen, Fragen aufwerfen, Ideen diskutieren und Zukunftspläne schmieden. Alle Themen werden gesammelt und finden ihr Publikum zur rechten Zeit. Jeder kann an diesem Tag mit anderen Medienschaffenden gemeinsame Perspektiven der lokalen Netzwerkkooperation entwickeln zur Stärkung und Entfaltung der eigenen Unternehmensstrukturen. Das Netzwerk birgt Chancen für alle Beteiligten!

In drei Phasen von je einer Stunde finden sich die Medienschaffenden in offenen Gruppen zusammen, um die aufgeworfenen Themen zu bearbeiten. Verantwortlich für die Themen und ihr Publikum sind die Teilnehmer selbst! Moderiert wird die Veranstaltung von dem erfahrenen Großgruppenmoderator Rüdiger Eschenbach.
Ob man Kooperationspartner sucht oder Mitmieter für die eigene Büroräume, ob man weiß, wie man effektives Standortmarketing betrieben werden könnte oder nur noch der Investor für Ihre Geschäftsidee fehlt ... alle Themen sind erlaubt, von marginal bis phänomenal.

Am POTSE PEOPLE DAY haben die Mediennetzwerker Gelegenheit, die Medienleute aus der Nachbarschaft näher kennen zu lernen und sich und ihr Anliegen vorzustellen.

Der Großgruppenmoderator Rüdiger Eschenbach moderiert das Open-Space-Forum und begleitet den Medienschaffenden durch den Tag. Theatersaal, Restaurant und Biergarten der "Alten Pumpe" bieten dabei das passende Ambiente. Ein Buffet mit raffinierten Häppchen steht in der Mittagspause für die Teilnehmer bereit.

Weitere Infos zum POTSE PEOPLE DAY gibt´s HIER auf dem Medienportal.

POTSE PEOPLE DAY
Samstag, 29. Oktober 2005
10:00 bis 18:00 Uhr
in der Alten Pumpe
Lützowstr. 42
10785 Berlin

Das Projekt wird im Rahmen des Quartiersmanagements Schöneberger Norden gefördert und in Zusammenarbeit mit dem QM Tiergarten Süd und der Wirtschaftsförderung der Bezirke Tempelhof-Schöneberg und Mitte umgesetzt.

text/grafik: medienportal-berlin.de

 

,Potse People Day‘ kommt!

Nutze die Energie des Netzwerks für deine Ideen! – unter diesem Motto veranstaltet am Samstag, dem 29. Oktober 2005 von 10.00 bis 18.00 Uhr das Mediennetzwerk Potsdamer/ Bülowstraße in der ,Alten Pumpe‘, Lützowstraße 42, in Berlin-Tiergarten den POTSE PEOPLE DAY und gibt damit den Medienschaffenden am Standort die Möglichkeit, sich mit eigenen Ideen, Projekten und Diskussionsstoff zu präsentieren, Gleichgesinnte zu finden oder auch Projektteams zu gründen.

Ein Jahr nach Entstehen des Mediennetzwerkes Potsdamer/Bülowstraße soll dieser Tag die Zusammenarbeit intensivieren und viele kleine aktive Zellen entstehen lassen, in denen Menschen für gemeinsame Ideen kooperieren. Die erfolgreiche ,Medienmesse‘ liegt schon einige Monate zurück, die Medienstammtische sind mittwochs gut besucht, die Zeit ist reif für den POTSE PEOPLE DAY.

Mit der ,Open-Space-Technik‘ konzipiert das Potse-People-Team die Veranstaltung wie ein Live-Forum: Jede und jeder kann Angebote und Gesuche mitbringen, Fragen aufwerfen, Ideen diskutieren und Zukunftspläne schmieden. Alle Themen werden gesammelt und finden ihr Publikum zur rechten Zeit. In drei Phasen von je einer Stunde finden sich die Medienschaffenden in offenen Gruppen zusammen, um die aufgeworfenen Themen zu bearbeiten. Ob man Kooperationspartner sucht oder Mitmieter für die Büroräume, ob man weiß, wie effektives Standortmarketing betrieben werden könnte oder nur noch der Investor für Ihre Geschäftsidee fehlt – alle Themen sind erlaubt, von marginal bis phänomenal. Das Netzwerk birgt Chancen für alle Beteiligen.

Der Großgruppenmoderator Rüdiger Eschenbach moderiert das ,Open-Space-Forum‘ und begleitet die Medienschaffenden durch den Tag. Theatersaal, Restaurant
und Biergarten der ,Alten Pumpe‘ bieten dabei das passende Ambiente. Ein Buffet mit raffinierten Häppchen steht in der Mittagspause für die Teilnehmer bereit.

Das Mediennetzwerk wird im Rahmen des Quartiersmanagements Schöneberger Norden gefördert und in Zusammenarbeit mit dem QM Tiergarten-Süd und der Wirtschaftsförderung der Bezirke Tempelhof-Schöneberg und Mitte umgesetzt.

 

POTSE PEOPLE DAY

"Nutze die Energie des Netzwerks für deine Ideen!" - Beim POTSE PEOPLE DAY am 29. Oktober haben Medienschaffende Gelegenheit, mit KollegInnen und Interessierten Vorschläge zu diskutieren oder gemeinsame Projekte anzuschieben - von marginal bis phänomenal.

29.10.2005 von 10:00 bis 18:00

Das Mediennetzwerk Potsdamer/ Bülowstraße ist die gemeinsame Plattform für Medienschaffende aus dem Schöneberger Norden und Tiergarten-Süd: Im Kiez vom Kleistpark bis zum Landwehrkanal arbeitet oder wohnt eine unglaubliche Ballung von einigen hundert Grafikern, Designern, Journalisten, Fotografen, Textern, Programmierern, ...
Viele von ihnen haben sich als "Potse People" unter dem gemeinsamen virtuellens Dach www.medienportal-berlin.de zusammen gefunden und kennen sich inzwischen auch persönlich von den regelmäßig stattfindenden Medienstammtischen.

Ende Oktober bietet sich den Medienleuten am Standort eine zusätzliche große Möglichkeit, sich mit eigenen Ideen, Projekten und Diskussionsstoff den anderen Mediennetzwerkern zu präsentieren, Gleichgesinnte zu finden und z. B. auch Projektteams zu gründen: Der POTSE PEOPLE DAY am 29. Oktober.

Ausführliche Infos zum POTSE PEOPLE DAY findet ihr HIER!

Veranstaltungsort:

in der Alten Pumpe
Lützowstr. 42
10785 Berlin

 

medienportal-berlin.de – das Mediennetzwerk Potsdamer-/Bülowstraße

Eine Internetseite schafft ein Netzwerk für alle, die rund um die Potsdamer Straße im Bereich Medien arbeiten – Neuinteressenten können sich ins Adressbuch eintragen, bei regelmäßigen Stammtischen andere aus der Branche kennen lernen und auf Events neue Kontakte knüpfen.

„WILLKOMMEN... IM NETZWERK DER MEDIENSCHAFFENDEN AM STANDORT POTSDAMER-/BÜLOWSTRASSE IN BERLIN!“ – so lädt seit November 2004 die Internetseite www.medienportal-berlin.de alle Interessierten ein, die ständig wachsende Adressdatenbank mit Medienschaffenden aus dem Gebiet um die Potsdamer Straße zu durchforsten.

Über 100 ansässige Medienunternehmen und mehrere Hundert Freischaffende, die regelmäßig am Standort Potsdamer-/Bülowstraße arbeiten, werden auf dieser Seite miteinander vernetzt.
Unter "People Suche" finden Sie das Adressbuch des Mediennetzwerks Potsdamer-/Bülowstraße, in dem Sie frei recherchieren können. Alle Medienfachleute von A bis Z im Areal können sich hier kostenlos eintragen.
Wer Interesse an aktuellen Neuigkeiten aus der Medienlandschaft längs der Potsdamer Straße hat, kann den Newsletter "Potse Post" abonnieren.

www.medienportal-berlin.de mit seinem „Potse People Projekt“ bot schon in seiner ersten Vernetzungsphase für die ansässigen Medienleute einige Besonderheiten:
Es bedient eine örtlich begrenzte Klientel, will Menschen zusammenbringen, die sich auch im Alltag immer mal wieder begegnen und auch Kontakte knüpfen, die nicht von vorneherein auf ein geschäftliches Interesse begrenzt sind.
Einen gehörigen Anstoß dazu gab die gut besuchte Medienmesse Ende Januar 2005, und auch die zweiwöchentlich an unterschiedlichen Orten stattfindenden Medienstammtische sind immer gut besucht.

Eine zweite Phase wird Ende Oktober der "Potse People Day" einläuten: Dort haben die im Kiez um die Potsdamer Straße ansässigen Branchenmitglieder die Möglichkeit, sich mit Kollegen auszutauschen und Interessensgruppen zur Umsetzung beruflicher Ideen zu bilden.

 

Mehr als 300 kleine Medienunternehmen und Freelancer arbeiten in Berlin am Standort Potsdamer Straße/Bülowstraße. Sie haben sich unter dem Namen "Potse-People" zu einem Mediennetzwerk zusammengeschlossen.

Wer Mitglied werden will, kann sich über das Portal www.medienportal-berlin.de kostenlos im Adressbuch eintragen und so von den Möglichkeiten des Netzwerks profitieren. Eine der ersten Aktivitäten war eine Art Communitymesse, bei der sich die Small Business Medienunternehmer gemeinsam präsentierten.

Mehr als 400 Gäste kamen zu diesem ersten Events des Standorts Potsdamer Straße. Ob es eine zweite Messe dieser Art geben wird, steht noch nicht fest. Die Organisatoren, die selber zur Potse-People-Community gehören, sammeln im Moment noch Ideen, wie sich weitere Synergieeffekte für das Netzwerk erzielen lassen.

Im Moment gibt es neben dem Newsletter "Potse-Post" für Interessierte einen wöchentlichen Medienstammtisch, der jeweils Mittwoch abend in einer der vielen Bars im Umfeld stattfindet. Auch Leute, die Jobs, Bürogemeinschaften etc. suchen, sind willkommen. Finanziert wird das Mediennetzwerk unter anderem aus Mitteln der Senatsverwaltung Berlin sowie über das EU-Projekt Soziale Stadt.

 

Medienmacher im Problemkiez

Potsdamer Straße, das ist für viele Prostitution und sozialer Brennpunkt. Doch die "Potse" ist auch ein Quartier mit vielen Ideen. Ein Projekt will die Straße nun als Medienstandort profilieren. Ein Streifzug

Nein, hübsch ist sie nicht, die alte Potsdamer Straße. Sie hat ja auch schon 200 Jahre Medientradition auf dem Buckel. Eher wirkt sie ein wenig zersaust mit Ansätzen von Haarausfall bei all den leer stehenden Büroräumen. Die Noblesse hat sich verzogen, Discounter haben die Straße in Besitz genommen, der multikulturelle Einzelhandel floriert. Und dann der ewig durchbrausende Verkehr auf der alten Reichsstraße 1 zwischen Königsberg und Aachen.

Wieso überhaupt der Blick auf ein kleines Medienareal in der Hauptstadt? In Deutschland werden Medienstädte wie Berlin, Hamburg oder Köln nur als Ganzes vermarktet. Dabei sind viele Medienknotenpunkte in Berlin anzutreffen, so auch die Mediacity Adlershof oder die Medienstadt Babelsberg. Doch Schöneberg und Mitte sind Vorreiter, ein bezirkliches Medienprofil entwickeln zu wollen.

Zunächst aber: Viele Medienfirmen sind schon weg, so das Fotofachlabor Jacobs + Schulz, das türkische Radio Metropol FM oder die Geschäftsleitung von Radio Russkij Berlin. Gerüchte schwirren auch um den Wegzug von Radio Energy. Im Mai verabschiedet sich der tip, Ende des Jahres folgt die Druckerei Druckpunkt.

Zu allem Übel gedeihen auch noch Prostitution, Drogen und Kriminalität. Doch das beirrt die Medienbranche kaum. "Das kritische Milieu? Das sind doch wir!", meint Lorenz Maroldt, Chefredakteur vom Tagesspiegel, und er hat auch gleich eine schreckliche Drogenrezeptur parat: "Ein Bier im Pillhuhn oder dann in die Viktoria-Bar". Und wenn das alles nichts hilft, steigt sich der Tagesspiegel selbst aufs Dach und feiert Sommerpartys mit genialer Aussicht.

Auch ein Urgestein ist der tip, und Chefredakteur Karl Hermann hat die Langsicht aufs Milieu. Schon in den 80ern war die Punk- und Drogenszene an der Mauer versammelt und "historisch von den Ordnungskräften und der Politik gewollt - die Konzentration Westberliner Elends", für saubere Bezirke drum herum. Doch der tip fand es immer richtig, genau dahin zu gehen, wo es wehtut. Geht es der "Potse" jetzt also zu gut?

Cine plus, TV- und Mediahaus - der Standort Lützowufer lebt eher im Glanz des Botschaftsviertels. Vom Marketing für Mikrostandorte hält man hier nicht viel, dann doch eher die europaweite Leuchtturmfunktion durch die Berlinale und das Zusammenwachsen mit dem Potsdamer Platz. Für Achim Klapp, PR-Berater, macht "die Kriminalität einen weiten Bogen ums Lützowufer", dem Verteidigungsministerium sei Dank. Man fühlt sich wohl.

So geht es auch Milena Fessmann, die mit Cinesong (Musikberatung für Filme) am Winterfeldtplatz sitzt. Der Regenbogenkiez ist "voller Leben", alles da zum kreativen Arbeiten. Laut Studie sollen hier über 360 Medienfirmen sitzen. Doch die Zahl ist mit Vorsicht zu genießen, denn Daten wurden unter anderem aus Telefonbüchern abgeschrieben. Bei einen Projektbudget von 25.000 Euro hielt man es nicht für nötig, alle Firmeneinträge auf Aktualität zu überprüfen, trotz des Fluktuationsproblems. Das nervt dann beim "Vernetzen", wenn mit den Adressdaten bei fünf Telefonanrufen nur ein Treffer erzielt wird.

Große Medienmischung ist hier trotzdem anzutreffen: Film und TV führen vor Grafikdesign und Produktion. Auf dem 4. Platz stehen Werbung und Marketing. Große und kleine, junge und alte Medienfirmen tummeln sich. Platz ist auch für Unternehmernetzwerke wie den Multimediaverband Interface!Berlin, die auf das "Schmuddel-Image" relaxed reagieren. Das "ungeschminkte Berlin" eben. Im Sommer wird übrigens ein Buch von Sibylle Nägele und Joy Markert erscheinen - darin ein Kapitel ausschließlich zur Medienkultur in der Potsdamer Straße.

Bis dahin vielleicht das Motto: "Think global, drink local!"

Ulrike Kopetsky
taz Berlin lokal Nr. 7620 vom 21.3.2005, Seite 22, 136 Zeilen (TAZ-Bericht)

 

"Lieber die Szene als nur hippe Mitte"

Christina Suárez und Viktor Grandgeorg über ihr Projekt "Potse People" und das Image der Potsdamer Straße

taz: Was ist das Projekt "Potse People"?

Christina Suárez: Unser Projekt zielte darauf ab, den Medienstandort Potsdamer Straße und die Seitenstraßen mit seinen Medienunternehmen innerhalb und außerhalb sichtbar zu machen.

Welchen Anlass gab es?

Viktor Grandgeorg: Die Medienschaffenden wissen nichts voneinander und sind nicht vernetzt. Diese Lücke wollten wir füllen. Die Idee kam von Heidrun Abraham, die ein Event als "get together" veranstalten wollte. Und das Quartiersmanagement vom Schöneberger Norden und Mitte wollten den Medienstandort wegen des sozialen Brennpunkts schon seit längerem fördern.

Wie war die Aufgabenstellung?

Suárez: Zuerst konzipierten wir eine virtuelle Plattform mit allen Adressdaten der Medienleute, um sie zu vernetzen. Doch das war nicht genug persönlicher Kontakt, deshalb organisierten wir Ende Januar die Medienmesse, zu der über 400 Leute kamen. Um sich noch mehr kennen zu lernen, riefen wir die wöchentlichen Medienstammtische ins Leben und treffen uns in Bars oder Kneipen vor Ort. Da kann man auch mal über Privates reden.

Ihr habt auch eine Studie über die Potsdamer Straße erstellt. Was gab es für Ergebnisse oder Eindrücke?

Suárez: Zuerst war die hohe Zahl der Unternehmen überraschend, 360 haben wir gefunden, dann aber auch die sehr gesunde Mischung von Branchen und Unternehmen. Sehr zufrieden ist man mit der zentrale Lage und der Verkehrsanbindung. Negativ ist das Standortimage und mangelnder Kontakt zu anderen Medienunternehmen.

Grandgeorg: Beeindruckend ist die Dichte der Unternehmen auf knapp 3 Quadratkilometern. Es gibt eine große Nachfrage nach Standortprofilierung.

Sozusagen eine Selbstentdeckung. Gibt es eine spezifische "Identität"?

Grandgeorg: "We are Potse People" ist unser Slogan. Hier ist eine bunte Unternehmenslandschaft, die natürlich gewachsen ist, und das unterscheidet uns von Adlershof, wo eine bestimmte Sparte sitzt, die auch an eine Immobilien gebunden ist.

Es ist spröde hier - Kriminalität und Prostitution. Begreifen die Unternehmen das Milieu auch als ein Stück "Kultur"?

Suárez: Unternehmen, die zum Teil schon seit 30 Jahren hier sind, identifizieren sich mit der "Szene", trotz der Brüche, im Gegensatz zur "hippen" Mitte. Natürlich ist es manchmal peinlich, wenn der Kunde von der Berlinale vorbeikommt und da stehen ein paar Frauen auf der Straße. Die jungen Firmen sehen eher die Probleme, nicht das Ganze oder einen Kiez.

Ihr trefft euch in der Viktoria-Bar oder der Joseph-Roth-Diele, wieso?

Suárez: Die Leute beklagten mangelnde Gastronomiekultur. Doch sie wissen einfach nicht, was um die Ecke ist. Die gehen von der U-Bahn oder vom Parkplatz zur Arbeit.

Und was gibt es sonst noch an Kultur?

Suárez: Die Nähe zum Potsdamer Platz, wäre doch schön, dieselbe Postleitzahl wie die Berlinale zu haben, mit der Anbindung ist es aber leider schwierig …

Grandgeorg: … oder das Kapital, dort fand unsere Medienmesse statt. Und gleich daneben ist die Galerie der Künste.

Eure Studie hatte einen Ideenpool für die Zukunft. Gibt es wieder Geld von der Politik?

Suárez: Es ist noch nichts konkret.

Ihr wollt mehr Medienunternehmen anziehen, was ist der "Hit" hier?

Suárez: Wir wollen Nummer eins sein und nach draußen strahlen. Bei X-Filme oder Cine Plus soll man sofort an die Potsdamer Straße denken.

Grandgeorg: Als Highlight ist ein Medienhaus angedacht, dann haben wir viel Leerstand und relativ billige Gewerbemieten.

Interview: Ulrike Kopetsky
taz Berlin lokal Nr. 7620 vom 21.3.2005, Seite 22, 126 Zeilen (Interview)

 

Im 'Kapital' traf sich die Medienszene

Medienstandort Potsdamer Straße / Bülowstraße etabliert sich

Die erste Medienmesse am Standort Potsdamer Straße/Bülowstraße war ein voller Erfolg. Über 40 Aussteller und 450 Besucherinnen und Besucher kamen in die Kassenhalle der ehemaligen Köpenicker Bank. Ute Großmann von der Unternehmensberatung mpr freut sich, dem Ziel des Quartiersmanagements die Potsdamer Straße / Bülowstraße als Medienstandort zu profilieren, ein Stück näher gekommen zu sein. Die Kreativetage heidesign ist vom Quartiersmanagement Schöneberger Norden beauftragt, die einzelnen Unternehmen zu vernetzen und die Kommunikation nach außen zu intensivieren.

Heidrun Abraham von heidesign, Cristina Suarez und Viktor Grandgeorg haben die Homepage des Mediennetzwerkes aufgebaut und die 1. Messe am Standort Potsdamer/Bülowstraße organisiert. Bis kurz vor Veranstaltungsbeginn war den dreien aus der Kreativetage nicht klar, ob die Sache floppt oder etwas wird. Aber da sie Karl Hermann vom Tip, Radio Energy und sogar die Filmproduktion X-Filme gewonnen hatten, stand dem Erfolg nichts mehr im Weg.

X-Filme mit Sitz in der Bülowstraße gelingt ein Kinoknüller nach dem nächsten. Erwähnt seien hier nur "Lola rennt", "Good bye Lenin" und "Alles auf Zucker". Heidrun Abraham und Cristina Suarez sind noch immer begeistert von der Medienmesse. Überall hätten sie nur glückliche Gesichter gesehen und die Aussteller wären sehr zufrieden gewesen. "Und die Zauderer", sagt Heidrun Abraham, "fragen jetzt schon an, wann denn die nächste Messe stattfinden wird." Denn nach den ersten zögerlichen Fragen, was das denn bringen soll, wollen nun alle dabei sein.

Um weiter am Mediennetzwerk Potsdamer/Bülowstraße zu weben, wurde ein Stammtisch eingerichteteingerichtet, und die Kreativen treffen sich jeden Mittwochabend in verschiedenen Bars. Außerdem wird momentan an einer Fragebogenaktion zur Standortprofilierung gearbeitet. Ergebnisse werden Mitte März erwartet und sind wie alle aktuellen Termine und Treffpunkte online unter www.medienportal-berlin.de zu finden.

Weitere Ideen des Mediennetzwerks sind ein Tag der Offenen Tür und die Organisation von Branchentreffs. Beispielsweise sollen sich Leute aus den Bereichen Foto, Film und Text zum Mittagessen zusammenfinden. Auch bei dieser Aktion hoffen alle auf viel Resonanz und Engagement der Medienunternehmen am Standort Potsdamer/Bülowstraße.

Schöneberger Morgen, März 2005

 

Kunst statt Kriminalität

Potsdamer- und Bülowstraße sollen Medienstandort werden

SCHÖNEBERG. Trotz der räumlichen Nähe strahlt bislang noch kein Glanz vom Potsdamer Platz auf die Potsdamer- und die Bülowstraße ab: Drogen, Kriminalität und Prostitution bestimmen noch oft das Bild, kritisieren Medienunternehmen, die sich in den vergangenen Jahren dort angesiedelt haben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die das Mediennetzwerk im Auftrag des Quartiersmanagements erarbeitet hat und die gestern vorgestellt wurde.

Derzeit gibt es in dem Stadtteil 360 Unternehmen aus der Medienbranche, darunter das Stadtmagazin Tip sowie den Sender Radio Energy. "Es geht hier zwar rau zu, aber das macht die Lebendigkeit des Standorts aus", sagte Elisabeth Ziemer (Grüne), die Stadträtin für Stadtentwicklung. Sie schlug vor, das ehemalige Wegert-Haus als Medienstandort auszubauen.

An einer Idee für die Potsdamer Straße halten Ziemer und die Medienunternehmen fest: Sie wollen das Kunstprojekt von Thorsten Goldberg auch gegen den Willen des Senats verwirklichen, der das Vorhaben aus Kostengründen nicht unterstützt. Goldberg will eine Frau auf einem Pferd durch die komplett leere Potsdamer Straße reiten lassen. Kosten: 200 000 Euro. Mit dem Projekt hatte Goldberg einen Kunstwettbewerb gewonnen. "Eine wunderbare Aktion für eine völlig neue Sicht auf unsere Straße", so Ziemer. Sie will das Projekt weiterverfolgen, zur Not mit privaten Mitteln.

(xkh)
Berliner Zeitung, 11.3.2005

 

Kreative machen Potsdamer Straße zur Medienmeile

Schöneberg/Tiergarten

Das Mediennetzwerk ist geknüpft. Die "Potse People" - junge Kreative und Medienfachleute aus der Potsdamer Straße - haben mit Hilfe des Quartiermanagements Schöneberger Norden ein halbes Jahr lang gewirbelt, um den Medienstandort an der Traditionsmeile bekannter und damit potentiellen Kunden schmackhaft zu machen.

Trotz des schlechten Rufs der Potsdamer Straße birgt sie mit 350 Medienunternehmen und Freiberuflern ein großes Potential an Fachkräften aus Werbung, Film, Verlagen und Druckereien. Texter und Grafiker leben und arbeiten an der Potsdamer ebenso wie Journalisten und Kulturschaffende. "Ein unverzichtbarer Berliner Medienstandort", so Heidrun Abraham vom Mediennetzwerk Potsdamer/Bülowstraße.

Die erste Medienmesse im Januar habe dieses Potential noch einmal gebündelt. Eine Art Branchenbuch gibt es inzwischen unter der Internet-Adresse www.medienportal-berlin.de ebenfalls.

Ein Medienstandort könne auch aus dem derzeit leerstehenden ehemaligen Wegert-Haus an der Kurfürsten- Ecke Potsdamer werden, so Stadtentwicklungs-Dezernentin Elisabeth Ziemer (Grüne). Dort hatten sich Pläne für einen Abriß und Wiederaufbau des Hauses zerschlagen.

Hoffnungen auf Vorteile durch die Nähe zum Potsdamer Platz hätten sich allerdings nicht erfüllt, so Abraham. Die ansässigen Unternehmen bemängelten immer noch das schlechte Image der Gegend durch Drogenhandel und Prostitution, den Laden-Leerstand, den Fortzug von Traditionsunternehmen, die Kleinkriminalität und die Verschmutzung der Straße.

Standort-Vorteile sehen sie dagegen in der perfekten Verkehrsanbindung und den niedrigen Mieten für Wohnungen und Büros. Durch die Konzentration der Medienexperten ergäben sich Kooperationsmöglichkeiten.

Auch ein Kunstprojekt wie die Idee des Künstlers Thorsten Goldberg könne der Straße und ihren Gewerbetreibenden positive Aufmerksamkeit bringen, so Ziemer. Dem Künstler schwebt als Kontrast zur lauten "Potse" ein "Moment des Innehaltens" vor: Auf der völlig leeren Straße soll eine Reiterin - gefolgt von einer Kamera - 1,8 Kilometer in Richtung Süden reiten. Der Film wird später auf einer Leinwand an einer belebten Kreuzung als Endlos-Schleife gezeigt.

Ela Dobrinkat
Berliner Morgenpost, 11.3.2005

 

THE POTSE GOES ON

Ein Abend Ende Januar. In der Schalterhalle der ehemaligen Köpenicker Bank werden Caipirinhas ausgeschenkt, Menschen in Jeans und Anzug unterhalten sich angeregt. Viele Informationsstände stehen in dem lang gezogenen Bankraum, eine Modellagentur stellt seine Modells vor, eine Grafik-Designerin zeigt ihr Know-how, ein Filmverleih verteilt Film-Postkarten: »Cowgirls«. Direkt vor der Bühne präsentiert sich eine Firma für großformatige Ausdrucke mit einer ebensolchen Unterwäschewerbung. Die Stimmung ist gut und das Bühnenprogramm vielfältig – über die Straßen-Geschichte erfährt man vieles, übers Radiomachen manches und über die AGD einiges. An den Revers und Pullovern fallen kleine Schilder auf: Potse-People. »Die erste Medienmesse des Mediennetzwerks Potsdamer Straße lief sehr gut, wir hatten über 400 Besucher, wir waren super zufrieden«, resümiert Heidrun Abraham, Projektleiterin des Mediennetzwerks. Ziel der Messe war es, Kontakte zwischen den an der Potsdamer Straße arbeitenden Medienschaffenden zu ermöglichen. Heidrun Abraham: »Mich freut es am meisten, dass die Medienmesse fruchtbar und für viele nicht nur ein Abenteuer, sondern ein Highlight war.«
Nur fünf Tage nach dem Messe-Highlight startete das Mediennetzwerk in die nächste Stufe der Vernetzung: Ein wöchentlicher Medienstammtisch wurde eingerichtet und nach den ersten Erfahrungen für interessant und gut befunden. Für die Zukunft denken die Macherinnen und Macher über einen lockeren zeitlichen Rhythmus nach. Wie sich das Mediennetzwerk in Zukunft gestalten wird, ist derzeit eine noch nicht ganz gewisse, aber sehr spannende Frage. Die Förderungen des bezirklichen Quartiermanagements laufen im März aus. Die Potse People haben schon 37 Projekt-Ideen erdacht, die von Tagen der offenen Tür bis hin zu Medienmittagessen in wechselnden Potse-Büros reichen. Zur Zeit werden alle Teilnehmer am Netzwerk nach ihrer Projekt-Präferenz befragt. Für einige der Projekte könnte auch eine Folgefinanzierung möglich sein. Ein konkretes Vorhaben in Zusammenarbeit mit den Hausbesitzern an der Potsdamer Straße zeichnet sich schon jetzt ab: Kultur- und Medienschaffende werden sich für einige Zeit in leer stehenden Ladengeschäften mietfrei präsentieren können.
Mehr unter www.medienportal-berlin.de

Boris Buchholz
Wasserträger, März 2005
Zentralorgan der Berliner AGD-Mitglieder
(Allianz Deutscher Designer)

 

"Man muss nur zwei finden,
dann kommen andere dazu"

Das Rezept der Netzwerkerin Heidrun Abraham

Allen Unkenrufen zum Trotz scheint die Potsdamer Straße doch einen gewissen Charme zu haben und besonders auf Reporter und Flaneure, Kommentatoren und Kolumnisten, Texter und Designer, Fotografen und Filmer und all diejenigen eine gewisse Anziehungskraft auszuüben, die sich ein Bild von der Welt machen und den Drang verspüren, dieses auch anderen mitzuteilen. Jedenfalls arbeiten in der Potsdamer Straße und ihrer Umgebung über 300 Medien unternehmen. Und fast alle waren sie da, auf der Medienmesse im "Kapital", dem ehemaligen Schalterraum der Köpenicker Bank in der Potsdamer Straße 76.

Vor gut drei Jahren war es, dass Heidrun Abraham im Quartiersblatt von der bevorstehenden Eröffnung der Joseph-Roth-Diele las. Da hat sie sich gleich an die Leute gewandt, und schon hatte sie den ersten Auftrag für ihr frisch gegründetes Unternehmen "Hei-design". Sie entwarf das Logo, gestaltete die Website und so weiter. Die Leute von der Joseph-Roth-Diele kannten wieder jemanden, und der war dann der zweite Kunde. So funktioniert es eben, wenn man ein Geschäft aufbauen will. Jeder kennt mindestens drei andere. Und so funktioniert auch ein Netzwerk,

Am Anfang war das Netz

Die vielen Unternehmen, die sich auf ähnlichen Feldern tummeln, teils in Konkurrenz zueinander, teifs aber auch mit den Möglichkeiten, einander zu ergänzen, bieten, so Heidrun Abraham, ein riesiges Potenzial. Da gibt es kreative Agenturen mit hochinteressanten Kunden, und da gibt es natürlich eine Ansammlung von Erfahrungen, die besonders dann zur Entfaltung kommen, wenn man sie mit anderen austauschen kann. Am Anfang stand ein Internet-Portal. Auf seiner Website hat das Netzwerk eine Liste der über 300 Unternehmen mit allen wichtigen Daten im Angebot. Außerdem natürlich alle wichtigen Informationen und Termine. Die Medienmesse war dann der nächste Schritt, jeder, der wollte, konnte sich präsentieren. Man sah, wen es hier alles gibt. Und das eigentliche Netzwerk kann jetzt entstehen, wenn - ja wenn die einzelnen Medienmenschen sich miteinander ins Benehmen setzen und schließlich die "kurzen Verkehrswege" wie Trampelpfade entstehen. Weiter geht es mit einem Medienstammtisch. Zunächst einmal jeden Mittwoch treffen sich alle Interessierten in der Victoria Bar oder in der Philis Bar oder in der Joseph-Roth-Diele. Das geht reihum, und so haben die vielen interessanten Lokalitäten auch noch was davon. " Eigentlich", sagt Heidrun Abraham, " braucht man nur eine After-Work-Happy-Hour - dann kommen schon viele, die ihren Kontakt etwas persönlicher fortführen wollen."

Das Beste wäre natürlich, wenn sich das Netzwerk im Laufe der Zeit verselbständigt und nur noch eines Minimums an Organisation bedarf. Doch wird man es wohl noch eine Weile mit immer neuen Ideen auf Trab halten müssen. Eine erste Idee - das liegt nahe - ist ein Ideenpool. Bei den nächsten Stammtischen soll auch darüber gesprochen werden, mit welchen Aktivitäten, mit welchen Mitteln die Aufmerksamkeit auf den Medienstandort Potsdamer Straße wach gehalten werden kann. Beispielsweise könnten sich auf der Leinwand der Joseph-Roth-Diele Firmen vorstellen; oder es könnte ein Tag der offenen Tür veranstaltet werden, man könnte Führungen durch die verschiedenen Firmen und Büros organisieren - der Phantasie sollen da keine Grenzen gesetzt sein. Die Unternehmen könnten sich gegenseitig zum Mittagessen einladen... und so weiter.

Standortprofil

Und dann haben Heidrun Abraham und ihr Team einen Fragebogen ausgearbeitet, um ein Standortprofil zu erstellen. Welche Faktoren sind für die Medienunternehmen wichtig, was schätzen sie am Standort besonders, was vermissen sie. Am 23. Februar werden die Ergebnisse vorgestellt. Wo - das wird im Internet mitgeteilt. Ob es noch mal eine Messe geben wird, ist noch nicht sicher. Wenn, dann in etwas anderer Form, vielleicht etwas spezifischer und weniger allgemein. Anfragen gibt es schon viele, und zwar nicht nur von Medienunternehmen, die diesmal noch nicht dabei waren, sondern auch von verschiedenen Hotels, die den Veranstaltern gerne ihre Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung stellten. Kein Wunder, erwarten doch gerade Hotels in dieser Branche eine für sie sehr interessante Zielgruppe. Heidrun Abraham, sagen Menschen, die sie kennen, sei eine geborene Netzwerkerin. " Ja", sagt sie, " ich lerne immer schnell Leute kennen." In diesem Falle hat sie ihr Talent organisiert. Das Quartiersmanagement Magdeburger Platz hat ihre Ideen gerne aufgegriffen und auf verschiedene Arten unterstützt, das Quartiersmanagement Schöneberger Norden hat sich auch finanziell engagiert.

Und zum Schluss noch das Medium,
das auf keinen Fall fehlen darf:
www.medienportal-berlin.de oder www.potsepeople.de

Quartiersblatt, Das Quartiersmanagement Magdeburger Platz informiert, Nr. 21, 2005

 

Innerstädtische Medienfirmen organisieren sich

Großer Erfolg und riesen Resonanz für die erste Medienmesse: Ende Januar trafen sich weit über 400 Medienschaffende vor allem aus dem Gebiet rund um die Potsdamer Straße, um neue Netzwerke zu knüpfen - nun startet der regelmäßige Medienstammtisch.

Rund 450 Besucher kamen am 27. Januar zur Medienmesse ins "Kapital" auf die Potsdamer Straße 76. In der ehemaligen Schalterhalle der Köpenicker Bank präsentierten sich 40 Medienunternehmen und Freelancer aus dem Gebiet der Potsdamer Straße.

Der Event unter dem Motto „Let‘s netz“, gab Medienschaffenden des Standortes Potsdamer/Bülowstraße die Gelegenheit sich kennenzulernen.

Karl Hermann, der Chefredakteur des Tip-Magazins, moderierte den Abend und interviewte einige "Potse People", wie den Medienjournalisten Günter Herkel und Ulrich Schürger den Geschäftsführer von Radio Energy. Hinter dem Bankschalter mixte die Victoria-Bar leckere Drinks.
Projektleiterin Heidrun Abraham von der Werbeagentur hei design zeigte sich überrascht über die große Resonanz der Aussteller und Besucher.

Das Pilotprojekt "Mediennetzwerk Potsdamer/Bülowstraße", finanziert und organisiert vom Quartiersmanagement Schöneberger Norden und der mpr-Unternehmensberatung, soll die Potentiale des Medienstandortes bündeln und vernetzen, um den Wirtschaftsraum Potsdamer Straße attraktiver zu gestalten.

Damit die auf der Messe geknüpften Kontakte auch von Dauer sind und weitere entstehen, soll für alle Medienschaffenden der Potsdamer Straße regelmäßig ein Stammtisch einberufen werden. Das erste Treffen des Medienstammtisches fand am 2. Februar in der Viktoria-Bar (Potsdamer Straße 102) statt.

Weitere Informationen über das Projekt und natürlich auch immer die aktuellen Termine des Stammtischs finden Sie unter www.medienportal-berlin.de

Daniel Georgi (mpr Unternehmensberatung)

 

Mediennetzwerk Potsdamer/Bülowstrasse

01. Februar 2005

Die erste Medienmesse des Mediennetzwerks Potsdamer/Bülowstrasse am 27. Januar war ein grosser Erfolg. Über 400 Interessierte kamen zur Veranstaltung.
Das Potse People Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, den Medienstandort rund um Potsdamer- und Bülowstr. zu profilieren und die Einzelinteressen der ansässigen Unternehmen zu bündeln. Dazu sind in Zukunft weitere Aktivitäten geplant.
Infos und Termine unter: www.medienportal-berlin.de.

itXnetz-berlin, 01.02.2005

 

TERMINE

27. Januar 2005

Die "Potse People" laden heute ab 19 Uhr in die Ausstellungsräume an der Potsdamer Straße 76 zu ihrer ersten Medienmesse. Das Netzwerk besteht aus 200 freischaffenden Kreativen aus der Film-, Musik-, Graphik- oder Werbebranche im Umfeld der Potsdamer Straße.
Interessierte Gäste sind willkommen, Eintritt frei.
Infotelefon: 7895150-0,
www.medienportal-berlin.de.

CS
Der Tagesspiegel, 27.01.2005

 

Medienprofis stellen sich vor

"PotsePeople" laden heute zur Kiez-Messe ein

Die "Potse People" haben es geschafft: Sie treffen sich heute ab 19 Uhr in Ausstellungsräumen an der Potsdamer Straße 76 zu ihrer ersten Medienmesse. Ein wegweisendes Projekt zur Stärkung der lokalen Berliner Wirtschaft kommt damit entscheidend voran. Die Macher rund um die Potsdamer Straße sind rund 200 freischaffende Kreative aus der Film-, Musik-, Graphik- oder Werbebranche. Sie wollen enger zusammenarbeiten, ihre Geschäfte dadurch fördern und ihren Standort als Mediensitz "it Potenzial" bekannt machen. Dafür gründeten sie ein Netzwerk mit einer Website zum Kennenlernen und veranstalten nun die Medienmesse, auf der sich vierzig Firmen vorstellen.

Dort sollen sich aber nicht nur Medienschaffende inspirieren lassen und nach geeigneten Kooperationspartnern in der Nachbarschaft ausschauen. Willkommen sind auch branchenfremde Interessierte, die auf der Suche nach einem Graphiker, Fotografen oder Tontechniker sind. Die Victoria-Bar mixt dazu Cocktails, ein DJ legt Lounge-Musik auf, damit sich Besucher auf der Messe so wohl fühlen wie die Veranstalter im Kiez drumherum zwischen Kleistpark, Nollendorfplatz, Schöneberger Ufer und Yorckbrücken.

Medienmesse, Eintritt frei,
Infos Tel.: 7895150-0,
www.medienportal-berlin.de.

CS
Der Tagesspiegel, 27.01.2005

 

MEDIENMESSE

Cocktails hinter Panzerglas

Geld gezählt wird schon lange nicht mehr im "Kapital" an der Potsdamer Straße 76. Die ehemalige Bank wird heute Abend zum Schauplatz der ersten Medienmesse des Standortes Potsdamer/Bülowstraße. Mehr als 300 Unternehmen und Freelancer aus Tiergarten und Schöneberg sind eingeladen. Aus gutem Grund. Denn weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit ist in dem etwa drei Quadratkilometer großen Gebiet von Tiergarten-Süd und Schöneberg-Nord eine florierende Medienszene entstanden. Vor allem junge Firmen haben sich angesiedelt, aber auch der "Tagespiegel", das Stadtmagazin Tip, X-Filme ("Lola rennt", "Good Bye, Lenin!") und Oliver Berbens Movie GmbH haben zwischen Yorckbrücken, Bülow- und Potsdamer Straße ihren Sitz. Einziges Problem: Man kennt sich kaum. Und deshalb soll die vom Mediennetzwerk Potsdamer Straße organisierte Messe vor allem Kontakte der Teilnehmer untereinander bringen.

Das Treffen der Grafiker, Designer und Filmemacher und anderer Kreativer wird von Tip-Chefredakteur Karl Hermann moderiert. Und damit das Kennenlernen schneller geht und die Gespräche nicht in allzu nüchternes Fachsimpeln ausarten, gibt es anregende Cocktails von der Victoria-Bar. Gemixt wird hinter dem Panzerglas des ehemaligen Bankschalters.

(el.)
Berliner Zeitung, 27.01.2005

 

Street Work

Die Potsdamer Straße ist eine Medienmeile im Dornröschenschlaf. Grafikerin Heidrun Abraham will als Mitorganisatorin der Medienmesse den Kiez wachküssen

tip: Die Potsdamer Straße ist Sitz großer Medienunternehmen wie Radio Energy, "Tagesspiegel" und natürlich des tip. Aber wozu bedarf es einer Medienmesse?

Heidrun Abraham: Bei unseren Recherchen haben wir herausgefunden, dass es zwischen Kleistpark, Nollendorfplatz, Schöneberger Ufer und Yorckbrücken über 300 Medienunternehmen auf zirka drei Quadratkilometern gibt. Die Medienmesse ist nämlich Teil des größeren Projektes, ein Mediennetzwerk für den Standort zu etablieren. Das ging vom Quartiersmanagement Schöneberger Norden aus. Inzwischen haben wir ein Internetportal mit einer Adressdatenbank von aktuell 366 Datensätzen aufgebaut.

tip: Was wird auf der Messe passieren?

Abraham: 30 Firmen werden sich mit Ständen präsentieren, andere mit Videoprojektionen oder Flyern. Die Medienunternehmen vom Medienstandort Potsdamer/Bülowstraße, darunter viele Film- und TV-Produktionen sowie Grafikdesigner, sind fast alle als Besucher dabei. Aber wir laden auch andere Interessierte ein, man kann spontan kommen. Um 20 Uhr gibt es ein Podiumsgespräch mit Persönlichkeiten aus der Medienszene, nach 21 Uhr Lounge-Musik und Drinks. Die Victoria Bar macht das Catering. Wir haben auf der Potse eine der besten Cocktailbars der Stadt, dort wird auch zum ersten Mal der Medienstammtisch sein, der einmal pro Woche in verschiedenen Bars & Kneipen stattfinden soll.

tip: Was hat Sie bei Ihren Recherchen in den letzten Monaten am meisten überrascht?

Abraham: Als ich mich durch die Websites geklickt habe, war ich erstaunt, wie kreativ viele Agenturen sind und was für tolle Kunden sie haben. Das Potenzial der "Potse People" ist riesig.

tip: Sie arbeiten und wohnen selber an der Potsdamer Straße. Was gefällt Ihnen daran?

Abraham: Das ist hier wie ein Dorf, und man lernt auch mal jemanden beim Bier kennen. Ich bin seit gut drei Jahren hier und habe nur eine einzige Kaltakquise machen müssen. Die Auftraggeber von der Joseph Roth Diele haben mich dann weiterempfohlen. Die Potse ist ein Problembezirk, der aber sehr zentral liegt ­ und eine gute Mischung aus abgerockt und Dornröschenschlaf bietet. Wenn man eine spannende Idee hat, liefert das Quartiersmanagement Hilfestellung mit Geld und Räumen. So findet die Medienmesse im Kapital statt, das ist die ehemalige Köpenicker Bank. Man muss den Kiez kennen, sonst findet man nichts. Aber es findet unheimlich viel statt. Hier gibt es noch Raum, kreativ etwas zu gestalten.

tip: Medienmesse 27.1., 19 Uhr, Kapital, Potsdamer Straße 76, Tiergarten, Eintritt frei; www.medienportal-berlin.de oder www.potsepeople.de

 

Besucher der Joseph Roth Diele oder des Café Noir in der Tiergartener Potsdamer Straße ahnen es manchmal. Während sie an ihren hausgemachten Spätzle oder indischen Eintöpfen mampfen, erscheint ihnen so manches Gesicht, das hier auftaucht, unerklärlich vertraut. Tatsächlich verkehren in dem Gebiet zwischen der neuen Nationalgalerie und dem Kleistpark mehr Schauspieler, Kolumnisten oder Regisseure als auf so mancher Straße in Mitte. Denn zwischen arabischen Imbissbuden, Import-Export-Shops und jeder Menge leerstehenden Läden haben sich im Laufe vieler Jahre zahlreiche Hörfunksender, Fernsehproduktionsgesellschaften oder Zeitungsverlage angesiedelt. Einen guten

Überblick über die Art und Mischung dieser Unternehmen verschafft nicht nur die kommende Medienmesse am 27. Januar (siehe nebenstehendes Interview), sondern auch das Portal www.potsepeople.de . Klar und übersichtlich sind hier die einzelnen der rund 300 Medienunternehmen mit allen wichtigen Daten aufgeführt. Außerdem verweisen Links sowohl auf weitere Berliner als auch deutschlandweite Medienportale, auf journalis-tische und andere Verbände, auf virtuelle Filmlexika und natürlich auch auf die Künstlersozialkasse. Dass auch das kulinarische Angebot der "Potse" sehr viel besser ist

als sein Ruf, beweist schließlich ein Klick auf den Menüpunkt "Kantine": Von der einfachen Imbissbude bis hin zur feinen Adresse für Geschäftsessen sind alle gastronomischen Betriebe rund um die Potsdamer Straße notiert. EA

Interview: Stefanie Dörre
TIP 03/05

 

MEDIENNETZWERK POTSDAMER STRASSE: VERNETZTE EDELSTEINE

"Das sind Juwelen", sagt Heidrun Abraham und schüttet die Potsdamer Straße voll mit Edelsteinen. Auf dem Tisch haben die Aktiven des Mediennetzwerks Potsdamer-/Bülowstraße eine riesige Karte ausgebreitet, die die Dimensionen des Potse-Kiezes in Tiergarten und Schöneberg deutlich macht. Jeder glitzernde Stein auf dem Kartenausschnitt symbolisiert einen selbständigen Medienschaffenden oder ein Medienunternehmen - zwischen dem südlichen Potsdamer Platz und Kleistpark sowie Bülowstraße und Nollendorfplatz haben über 300 Kreative und ihre Firmen ihr Domizil. Die Potsdamer Straße ist ein bedeutender Medienstandort - ein Fakt, der bis heute fast unbemerkt geblieben ist. Öffentlich wird die Hauptverkehrsstraße mit ihren Seitenstraßen eher als schmuddelige Dönermeile inklusive Rotlichtmillieu wahrgenommen.

Doch damit soll jetzt Schluss sein: Die Kreativen im Kiez haben sich zum Mediennetzwerk zusammengeschlossen. Ziel ist zunächst, das eigene Potenzial kennenzulernen und sich unter einander zu verzahnen. Kooperationen mit kurzen Wegen zwischen Agenturen und Verlagen, Designern, Textern und Fotografen, Druckereien, Messebauern und Belichtungsstudios sollen im Netzwerk angeregt werden. Projektleiterin Heidrun Abraham: "Unkompliziert und in der Nachbarschaft wollen wir Geschäfte fördern, ganz klar. "Als zweiten Schritt wirken die Netzwerk-Aktiven auch nach außen: Über die spannend gestaltete und informative Internetseite www.medienportal-berlin.de sollen potenzielle Kundinnen und Kunden auf die Medienschaffenden hingewiesen werden. Als wichtigstes Mittel dazu dient das Potse-Branchenbuch, in das sich jede und jeder aus dem Projektbereich als "Potse-People" kostenlos eintragen kann. Wer in der Kurfürstenstraße zukünftig eine Grafikerin sucht, findet so die kompetente Expertin gleich um die Ecke. Ein Highlight der Netzwerk-Aktivitäten ist die Medienmesse am 27. Januar. Im "Kapital", der ehemaligen Köpenicker Bank in der Potsdamer Straße 76, werden sich die Potse-People ab 19 Uhr ihren Nachbarinnen und Nachbarn ebenso präsentieren wie interessierten Kundinnen und Kunden. Auch die AGD wird sich dort vorstellen - frei nach dem Motto "Netzwerke sind unsere Leidenschaft". Der Eintritt zur Messe ist übrigens frei; anmelden kann man sich über die Netzwerk-Internetseite. Unterstützt wird das Mediennetzwerk finanziell und ideell von den Bezirken Mitte und Tempelhof-Schöneberg; bis Februar werden die Aktivitäten aus den Töpfen des Quartiersmanagement gefördert. Danach müssen die Potse-People ihre Projekte selber finanzieren. Elisabeth Ziemer, Stadträtin für Stadtentwicklung in Tempelhof-Schöneberg, drückte bei der ersten Netzwerk-Pressekonferenz den Medienschaffenden beide Daumen: "Die Potenziale der Potse sind enorm!" Auf den Punkt brachte Karl Hermann, Chefredakteur des Tip-Magazins, die Bedeutung des Projekts: "Zu ihren letzten Glanzzeiten war die alte Dame "Potsdamer Straße" noch in Pumps und Minirock unterwegs. Heute trifft man sie eher ungeschminkt". Er fährt fort: "Die Medienszene ist quasi der letzte Trumpf, den die Potsdamer Straße noch hat."?

Boris Buchholz
Wasserträger, Januar 2005
Zentralorgan der Berliner AGD-Mitglieder
(Allianz Deutscher Designer)

 

Berlin Lexikon

[...]

Pot|se Peo|ple, die; <Menschen, die in der Potsdamer Strasse leben und arbeiten> ehemals Bewohner der Reichsstrasse 1, die die Städte Königsberg und Aachen verband und vor Mauerfall das alte Westberlin zwischen Rotlicht und Todesstreifen verkörperte. Inzwischen kreativer Standort für Medienschaffende aller Art von Film bis Tageszeitung. Das Potse People Projekt um Heidrun Abraham (Foto, vorne rechts) will der mythischen Medienmeile zu neuem Glanz verhelfen. Wer dabei sein möchte und als Medienschaffender im Umfeld der Potsdamer Strasse lebt und arbeitet, sollte sich schnell für die 1. Medienmesse am 27. Januar, 19 Uhr, im Kapital (ehem. Köpenicker Bank) in der Potsdamer Strasse 76 sowie für einen geplanten Medienstammtisch anmelden.

(KH)
TIP-Magazin, 13.01.2005

 

Potsdamer Straße 85
 
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